
Dr. med. Patrick Bauer
Brustchirurg in München
Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure und was Sie darüber wissen sollten
Was ist Hyaluronsäure?
Hyaluronsäure (Hyaluron) kommt natürlicherweise im menschlichen Körper vor. Der Großteil der körpereigenen Hyaluronsäure befindet sich im Bindegewebe, dicht gefolgt von der Hyaluronsäure in den Gelenken sowie im Auge. Dank ihrer Fähigkeit Wasser zu binden, ist die Hyaluronsäure ein natürliches Schmiermittel und erhält die Elastizität der Haut.
Im Laufe der Jahre produziert der Körper allmählich weniger Hyaluronsäure. Dies macht sich am deutlichsten in Form von Falten bemerkbar. Viele Kosmetikprodukte setzen daher bei der Behandlung von Falten im Gesicht oder Dekolletee auf die straffende Wirkung des Hyalurons.
Auch in der plastischen Chirurgie hat die Hyaluronsäure einen festen Platz eingenommen, beispielsweise bei der Faltenbehandlung oder Lippenvergrößerung. In beiden Fällen wird das Hyaluron mittels Spritzen in das Gewebe injiziert, um eine Faltenunterspritzung oder Volumenvergrößerung zu erreichen. Bis vor einigen Jahren kam das Hyaluron zudem bei Brustvergrößerungen zum Einsatz.
Wie funktioniert eine Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure?
Im Vergleich zu anderen Methoden des Brustaufbaus, z.B. mit Silikonimplantaten, galt die Brustvergrößerung ohne OP mit Hyaluron bis vor einigen Jahren als ein minimal invasiver, aber dennoch effektiver Eingriff. Da bei dieser Art der Brustvergrößerung keine Fremdkörper in den Körper eingebracht werden, erschien die Hyaluron-Behandlung vielen Frauen als sichere Alternative zu Implantaten. In der Praxis birgt dieses Verfahren der Brustvergrößerung jedoch erhebliche Risiken.
Anders als Brustvergrößerungen mit Eigenfett (Lipofilling) oder Brustimplantaten, erfolgt der Eingriff unter lokaler Betäubung und dauert etwa eine halbe Stunde. Dabei wird die gewünschte Menge Hyaluronsäure-Gel (z.B. Macrolane-Gel) mit einer Kanüle direkt unter die Haut, d.h. über den Brustmuskel gespritzt. Mithilfe dieses Verfahrens lässt sich das Volumen der Brust um eine Körbchengröße vergrößern. Bei Bedarf kann man die Behandlung mit Hyaluronsäure wiederholen, um das Volumen der Brüste weiter dezent aufzubauen, damit steigen allerdings auch die Kosten der Behandlung.
Die untergespritzte Hyaluronsäure wird vom Körper innerhalb von drei Jahren wieder vollständig abgebaut. Das Ergebnis einer Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure ist daher nicht von Dauer. Frauen, die sich nach einer langfristig schönen Brust sehnen, werden von einer Brustvergrößerung mit Hyaluron also enttäuscht sein.
Bedenken Sie außerdem, dass die Behandlungskosten die durchschnittlichen Kosten anderer Methoden übersteigen, aber gleichzeitig weniger Sicherheit und kein dauerhaftes Ergebnis bieten. Wenn nach der Brust-OP Komplikationen auftreten, steigen die Kosten weiter an, z.B. weil eine korrigierende Operation nötig wird.
In einem persönlichen Beratungsgespräch in meiner Praxis für plastische Chirurgie in München berate ich Sie gern zu meinen Leistungen im Rahmen einer Brustvergrößerung.
Diese Risiken birgt eine Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure
In meiner Praxis für ästhetische Chirurgie in München habe ich über viele Jahre Patientinnen betreut, die sich eine Brustvergrößerung mit Hyaluron gewünscht hatten. Meine Erfahrung zeigt: Die meisten wünschen sich ein dauerhaftes, planbares Ergebnis, das Hyaluron konnte dies nicht liefern.
Im Falle von Brustvergrößerungen mit Hyaluronsäure traten vermehrt Komplikationen auf, sodass das Verfahren bereits 2012 verboten wurde. Die Risiken überwogen hier deutlich die angepriesenen Vorteile der Brustvergrößerung ohne Operation.
Besonders häufig wurden Nebenwirkungen bei Unterspritzungen mit der Macrolane-Hyaluronsäure beobachtet. Einerseits klagten viele Frauen über Schmerzen, die auch mehrere Wochen nach dem Eingriff nicht nachließen. Andererseits stellten Ärzte fest, dass sich im Zuge der Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure Verhärtungen sowie Verkapselungen im Brustgewebe der behandelten Frauen bildeten. In der plastischen Chirurgie bezeichnet man diese Verkapselungen als Kapselfibrosen. Diese Art der Komplikation geht oftmals mit Schmerzen einher und lässt sich meist nur mit einer weiteren Operation korrigieren. Weitere mögliche Risiken sind schmerzhafte Entzündungen oder Zysten im Brustgewebe. Für die betroffenen Frauen bedeuten die Nebenwirkungen nicht nur eine psychische, sondern auch eine physische (und finanzielle) Belastung.
In welchen Fällen ist eine Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure sinnvoll?
Als erfahrener Facharzt für plastische Chirurgie und Spezialist für Brust-OPs aus München liegt mir die Gesundheit und das langfristige Wohlbefinden meiner Patientinnen am Herzen. Daher kann ich Frauen von einem Brustaufbau mit Hyaluron nur abraten. Einerseits überwiegen bei dieser Methode der Brustvergrößerung die möglichen Risiken, andererseits ist der gewünschte Volumenaufbau nicht dauerhaft.
Alles in Allem halte ich eine Unterspritzung der Brüste mit Hyaluronsäure nur dann für sinnvoll, wenn minimale Defekte an der Brust ausgeglichen werden sollen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich nach der Entfernung von Knoten aus dem Brustdrüsengewebe oder nach einer Brustkrebsbehandlung leichte Dellen in der Brust gebildet haben. Solche Unebenheiten lassen sich kurzfristig mit Hyaluronsäure-Spritzen ausgleichen, von Dauer ist das Ergebnis dieses Verfahrens allerdings nicht.
Alternativen zu Hyaluronsäure: Brustvergrößerung mit Eigenfett oder Implantaten
Meine Maxime als Facharzt für plastische Chirurgie in München besteht darin, meinen Patientinnen Sicherheit zu geben. Daher lege ich besonders großen Wert darauf, die Frauen in unserer Praxisklinik im Vorfeld einer Brustvergrößerung ausführlich zu beraten. Damit Sie sich ein besseres Bild über die Möglichkeiten einer Brustvergrößerung oder Brustkorrektur machen können, möchte ich Ihnen zwei sichere Alternativen zu Eingriffen mit Hyaluronsäure vorstellen.
Brustvergrößerung mit Implantaten statt Hyaluron
Die Brustvergrößerung mit Implantaten ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der plastisch-ästhetischen Chirurgie und hat sich als effektivste Methode etabliert. Im direkten Vergleich zur Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure bietet dieses Verfahren entscheidende Vorteile in Bezug auf Planbarkeit, Haltbarkeit und ästhetische Qualität.
Implantate ermöglichen es, die Form der Brust und das Volumen präzise an die individuellen Wünsche und die körperlichen Gegebenheiten der Patientin anzupassen. Ob eine dezente Vergrößerung oder eine deutliche Veränderung des Brustbildes angestrebt wird – durch die große Vielfalt an Formen, Größen und Materialien lassen sich natürliche und harmonische Ergebnisse erzielen. Gerade diese Planbarkeit unterscheidet Implantate von Hyaluronsäure, deren Wirkung nur eingeschränkt steuerbar ist und mit der Zeit nachlässt.
Ein weiterer wesentlicher Unterschied liegt in der Beständigkeit: Während Hyaluronsäure vom Körper abgebaut wird und die Behandlung regelmäßig wiederholt werden muss, behalten moderne Implantate ihre Form über viele Jahre hinweg. Patientinnen profitieren somit von einem langfristigen Resultat, das Stabilität und Sicherheit bietet. Hinzu kommt, dass Implantate auch für komplexere Ausgangssituationen wie Brustasymmetrien oder Fehlbildungen eine zuverlässige Lösung darstellen. Bereiche, in denen Hyaluronsäure keine ausreichende Wirkung entfalten kann.
Natürlich hat auch diese Methode ihre medizinischen Rahmenbedingungen. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, erfordert kleine Hautschnitte und eine gewisse Erholungszeit. Diese Aspekte sind jedoch durch moderne Operationstechniken gut kontrollierbar und in der Regel mit einem kalkulierbaren Aufwand verbunden. Für Patientinnen bedeutet dies: ein einmaliger Eingriff mit langfristiger Wirkung.
Ich und mein Team in der Praxis für ästhetische Chirurgie in München freuen uns auf Ihre Fragen. Zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Beratungstermin für eine unverbindliche und vertrauliche Beratung.
Brustvergrößerung mit Eigenfett statt Hyaluron
Die Brustvergrößerung mit Eigenfett, auch Lipofilling genannt, nutzt körpereigenes Fettgewebe, um das Brustvolumen auf natürliche Weise zu erhöhen. Damit kommt die Methode ohne Fremdkörper aus und bietet insbesondere für Patientinnen eine Option, die keine Implantate wünschen oder kleine Korrekturen bevorzugen. Im Gegensatz zur Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure, die häufig zu ungleichmäßigen Ergebnissen führt und regelmäßig wiederholt werden muss, lassen sich mit Eigenfett dauerhaft stabile Resultate erzielen – vorausgesetzt, die Voraussetzungen sind erfüllt.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Methode liegt in ihrer Natürlichkeit: Das Gewebe stammt aus dem eigenen Körper, wodurch keine Abstoßungsreaktionen zu erwarten sind. Zudem lassen sich in einer Sitzung gleich zwei ästhetische Ziele erreichen: die Fettabsaugung an Problemzonen wie Bauch oder Oberschenkeln und die Vergrößerung oder Formkorrektur der Brust. Narben sind kaum sichtbar, da das Fett über feinste Kanülen eingebracht wird.
Allerdings gibt es auch Einschränkungen. Zum einen ist eine ausreichende Menge an Eigenfett notwendig, was sehr schlanken Patientinnen Grenzen setzt. Zum anderen baut der Körper einen Teil des transplantierten Fettes wieder ab, in der Regel etwa 30 bis 50 Prozent. Das bedeutet, dass das erzielte Volumen im Vergleich zu Implantaten geringer und weniger exakt planbar ist. Ähnlich wie bei Hyaluronsäure kann es in seltenen Fällen zu ungleichmäßigen Resultaten kommen, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass das dauerhaft eingeheilte Fett Teil des eigenen Gewebes bleibt und nicht wie Hyaluron vollständig verschwindet.
Im Vergleich zeigt sich daher: Während Hyaluronsäure unsichere und kurzlebige Ergebnisse bietet, ermöglicht Eigenfett eine natürliche, narbenarme Brustvergrößerung, wenn auch mit begrenztem Volumenzuwachs. Implantate hingegen bleiben die Methode der Wahl, wenn ein deutlicher und exakt steuerbarer Größenaufbau gewünscht ist.
Sind Sie unzufrieden mit Ihrem Dekolletee und möchten gern etwas für sich und Ihren Körper tun? Eine ästhetische Brustvergrößerung mit Eigenfett kann die optimale Lösung sein. In einem Beratungsgespräch können wir gemeinsam klären, welche Behandlung für Sie sinnvoll ist.
Kriterium | Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure | Brustvergrößerung mit Implantaten | Brustvergrößerung mit Eigenfett |
Art des Eingriffs | Minimalinvasiv, Injektion | Operativ, Vollnarkose | Minimalinvasiv, Fettabsaugung + Injektion |
Material | Fremdstoff, resorbierbar | Silikonimplantat | Körpereigenes Fett |
Haltbarkeit | Kurzfristig, wenige Monate | Langfristig, mehrere Jahre | Teilweise dauerhaft (ca. 50 – 70% des Fettes) |
Ergebnis-Planbarkeit | Begrenzte Kontrolle, ungleichmäßige Verteilung möglich | Sehr gut planbar, Größe und Form individuell wählbar | Mittlere Planbarkeit, Volumen teilweise unvorhersehbar |
Risiken / Komplikationen | Schwellungen, Verhärtungen, Entzündungen, häufige Wiederholung nötig | Operationsrisiken, kleine Narben, selten Kapselfibrose | Teilweise Resorption des Fettes, ungleichmäßige Form, nur begrenzter Volumenzuwachs |
Invasivität / Erholungszeit | kaum Ausfallzeit | Erholungszeit 2-6 Wochen | Schonung ca. 4 Wochen |
Geeignet für | Kleine Korrekturen, temporäres Volumen | Deutlicher Volumenzuwachs, Asymmetrien, dauerhafte Veränderung | Natürlicher Aufbau, kleine bis mittlere Vergrößerung, keine Implantate gewünscht |
Besonderheiten | Ergebnis nicht dauerhaft, hohe Folgekosten bei Wiederholung | Höchste Vorhersagbarkeit, dauerhaftes Ergebnis, auch für komplexe Korrekturen geeignet | Eigengewebe, natürliche Haptik, kombinierter Effekt mit Körperformung |
Warum Hyaluron im Gesicht oder an den Lippen gut funktioniert, in der Brust aber problematisch ist
Hyaluronsäure hat sich in der ästhetischen Medizin vor allem bei der Behandlung von Falten, Lippen und anderen kleinen Volumendefiziten bewährt. Dort kann das Gel präzise injiziert werden, um feine Falten zu glätten, Lippen aufzupolstern oder die Gesichtskonturen sanft zu modellieren. Die Gründe für den Erfolg in diesen Bereichen liegen vor allem in der Beschaffenheit des Gewebes und dem benötigten Volumen:
Im Gegensatz dazu ist die Brust anatomisch und physikalisch sehr unterschiedlich:
Fazit: Die richtige Methode für Ihre Brustvergrößerung
Die Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure mag auf den ersten Blick als sanfte, minimalinvasive Alternative erscheinen. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Methode mit erheblichen Nachteilen verbunden ist: Das Ergebnis ist nur temporär, das Risiko von Komplikationen hoch, und die Kosten steigen bei wiederholten Behandlungen deutlich.
Sicherere und langfristig wirksame Alternativen bieten Brustimplantate sowie die Brustvergrößerung mit Eigenfett. Implantate ermöglichen eine präzise, dauerhaft stabile Form- und Volumenanpassung und eignen sich auch für komplexere Ausgangssituationen wie Asymmetrien oder Fehlbildungen. Eigenfett hingegen bietet eine natürliche, narbenarme Lösung für kleinere bis mittlere Volumenkorrekturen, ohne Fremdkörper einzusetzen. Beide Methoden stellen gegenüber Hyaluronsäure die überlegene Wahl dar, wenn es um Planbarkeit, Haltbarkeit und Sicherheit geht.
Lassen Sie sich individuell beraten, um die für Sie optimale Methode zu finden. In einem persönlichen Gespräch in meiner Praxis für plastische Chirurgie in München besprechen wir Ihre Wünsche, körperlichen Voraussetzungen und alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Verfahren. So können Sie eine fundierte Entscheidung treffen und Ihrem Wunschdekolleté sicher und nachhaltig näherkommen.
Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin, unverbindlich und vertraulich, und erfahren Sie, welche Brustvergrößerung für Sie die beste Lösung ist.
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