Erfahren Sie alles über Brustimplantate
Auf dem Markt gibt es aktuell verschiedenste Brustimplantate – sie unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit und Technologie, ihrem Preis und vor allem in der Qualität – ein Kriterium, auf das ich in meiner Praxis Brustvergrößerung in München besonders großen Wert lege.
Damit Sie eine sichere Entscheidung treffen können, ist es wichtig, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Brustimplantaten, ihren Materialien und Oberflächen zu kennen. Moderne Silikonimplantate bieten dank innovativer Technologien, hochwertiger Silikongele und optimierter Oberflächenstrukturen ein natürliches Ergebnis bei gleichzeitig vergleichsweise hoher Sicherheit.
In diesem Guide erfahren Sie, wie Brustimplantate aufgebaut sind, welche Formen und Gele es gibt und welche Risiken und Komplikationen berücksichtigt werden sollte. So sind Sie bestens informiert, um gemeinsam mit Ihrem Facharzt die optimale Implantatwahl für Ihre Brustvergrößerung zu treffen.
Woraus bestehen Brustimplantate?
Brustimplantate sind speziell entwickelte medizinische Implantate, die verwendet werden, um das Volumen, die Form und die Festigkeit der Brust zu verändern oder wiederherzustellen. Sie kommen sowohl bei der ästhetischen Brustvergrößerung als auch bei rekonstruktiven Eingriffen – etwa nach Erkrankungen wie Brustkrebs – zum Einsatz. Moderne Implantate sind so konzipiert, dass sie dem natürlichen Brustgewebe in Form, Haptik und Bewegungsverhalten möglichst nahekommen. Moderne Brustimplantate zählen zu streng regulierten Medizinprodukten (BfArM), deren Qualität und Sicherheit regelmäßig überprüft werden.
Ein Brustimplantat setzt sich grundsätzlich aus zwei Komponenten zusammen:

1. Dem Füllmaterial
Es gibt zwei Arten von Füllungen:
- Brustimplantate mit Kochsalzlösung:
Bei dieser Form sind sowohl die Implantate als auch die Expander mit einer sterilen Kochsalzlösung gefüllt. Letztere werden leer eingeführt und nachträglich gefüllt. Das hat den Vorteil, dass die Schnitte dadurch kleiner ausfallen können. Allerdings besteht ein erhöhtes Risiko, dass die Oberfläche des Implantates Falten wirft oder das Implantat gar ausläuft. Aus diesem Grund verwende ich in meiner Praxis keine Implantate mit Kochsalzlösung! - Brustimplantate mit Silikongel:
Silikonimplantate, die bereits Silikongel (Kohäsivgel) enthalten, ähneln von ihrer Optik und Haptik der natürlichen Brust und werden von vielen Patientinnen bevorzugt. Implantate der neuen Generation verfügen darüber hinaus über ein formstabiles Silikongel als Füllmaterial. Seit Jahrzehnten gilt dieses Material sowohl in der Medizintechnik als auch in der Nahrungs- und Pharmaindustrie als unbedenklich.
Hochkohäsive Silikongele (z. B. Progressive Gel™, Progressive Gel PLUS™, Progressive Gel Ultima™) bieten:
- eine natürliche Haptik,
- hohe Formstabilität,
- geringeres Risiko von Gelwanderung bei Implantatruptur.
| Eigenschaft | Kochsalzlösung | Silikongel (inkl. hochkohäsiv) |
| Konsistenz / Haptik | eher flüssig, weniger natürlich | weiches, natürliches Gefühl, hautähnlich |
| Formstabilität | gering, Faltenbildung möglich | hoch, behält Form auch bei Druck |
| Ruptur / Auslaufen | Risiko, dass Flüssigkeit austritt | Gel bleibt kohäsiv, geringe Wanderung im Gewebe |
| Operationsschnitt | kann kleiner sein, da leer einführbar | Implantat vorgefüllt, Schnitt klein |
| Langzeiterfahrung / Sicherheit | häufige Faltenbildung, Auslaufrisiko | bewährt, hohe Sicherheit und Haltbarkeit |
| Geeignet für | selten noch eingesetzt | Standard in moderner Brustchirurgie, ästhetische & rekonstruktive Eingriffe |

Dr. med. Patrick Bauer – Ihre Adresse für ästhetische Brustchirurgie in München
Als einer der wenigen ausschließlich auf die weibliche Brust spezialisierten Fachärzte Deutschlands steht Dr. med. Patrick Bauer für Erfahrung, Präzision und natürliche Ergebnisse. In seiner modernen Praxis in München-Bogenhausen profitieren Patientinnen von:
2. Der Implantathülle
Die Hülle besteht aus einem widerstandsfähigen Silikon-Elastomer, das in mehreren Schichten verarbeitet wird. Sie kann glatt, microtexturiert oder nanotexturiert sein. Die Oberflächenstruktur spielt eine entscheidende Rolle für:
- die Biokompatibilität,
- die Stabilität der Implantatlage,
- das Risiko für Komplikationen wie Kapselfibrose,
- und das natürliche Bewegungsverhalten.

Gibt es Unterschiede in der Oberfläche von Brustimplantaten?
Ja, denn die Oberfläche kann glatt oder auch texturiert sein. Andere Hersteller verwenden für die Texturierung Salz, Zucker oder andere Partikel. Diese hohen Texturen können bei sehr aktiven Frauen zu Problemen führen. Die Oberfläche eines Brustimplantats spielt eine zentrale Rolle für Verträglichkeit, Haltbarkeit und das Risiko möglicher Komplikationen. Moderne Implantate unterscheiden sich nicht nur im Material des Silikongels (Kohäsivgel), sondern vor allem in der Beschaffenheit der Implantathülle.
Im Zuge aktueller Studien wurde ein Zusammenhang zwischen aggressiven Texturierungen unter Verwendung von Zucker oder Salz mit später auftretenden Komplikationen, wie ALCL und BIA ALCL (BIA = Brustimplantat assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom), festgestellt.
Glatt, texturiert oder nanotexturiert – was bedeutet das?
Nano- und Mikrotexturen moderner Implantate (z. B. Motiva)
Diese Oberflächen stellen die neueste Generation der Implantattechnologie dar. Sie werden ohne Zuckerkristalle oder andere Fremdmaterialien hergestellt und weisen sehr feine, kontrollierte Kontaktpunkte auf.
| Eigenschaft | Glatte Oberfläche | Stark texturierte Oberfläche | Nano-/Mikrotextur (Motiva) |
| Herstellung | glatt, ohne Textur | aggressiv, oft Salz/Zucker | kontrolliert, ohne Fremdmaterial |
| Risiko Kapselfibrose | moderat | erhöht | gering |
| Beweglichkeit | sehr frei | eingeschränkt | natürlich, harmonisch |
| Haptik | weich | fester, rauer | weich, natürlich |
| Sicherheit / Risiko ALCL | sehr gering | erhöht bei aggressiver Textur | sehr gering |
Formen von Brustimplantaten: Rund, Tropfenförmig & Ergonomisch
Die Form eines Brustimplantats ist entscheidend für das ästhetische Ergebnis einer Brustvergrößerung. Sie bestimmt, wie das Dekolleté wirkt, wie die Brust im Alltag aussieht und wie sich das Implantat im Gewebe bewegt. Moderne Implantate bieten verschiedene Grundformen, um individuelle Wünsche und körperliche Voraussetzungen zu berücksichtigen.
Fazit:
Auch die Lage des Implantats über oder unter dem Brustmuskel (submuskulär) beeinflusst das endgültige Ergebnis und die natürliche Beweglichkeit Die Wahl der Implantatform und der Implantatlage sollte immer individuell erfolgen, unter Berücksichtigung von Körperbau, Brustgewebe, Hautelastizität und persönlichen Wünschen. Ein erfahrener Plastischer Chirurg kann anhand dieser Faktoren die optimale Form empfehlen und so ein natürliches, harmonisches Ergebnis erzielen.
Motiva Implantate für die Brustvergrößerung oder Bruststraffung
Motiva ist eine international bekannte Marke für Brustimplantate, die von Establishment Labs entwickelt wird. Ihre Implantate gelten als besonders fortschrittlich und sicher — dank mehrerer patentierter Technologien und einer klaren Ausrichtung auf Natürlichkeit, Biokompatibilität und Langlebigkeit.
Zu den herausragenden Merkmalen gehören:
- Die Implantathülle mit der sogenannten TrueMonobloc® shell design, die die Stabilität erhöht und gleichzeitig eine flexible, weiche Beschaffenheit ermöglicht. Dadurch kann das Implantat mit einem kleineren Schnitt eingesetzt werden und wirkt natürlicher im Gefühl.
- Die Füllung mit hochwertigen Silikongelen – z. B. ProgressiveGel®, ProgressiveGel PLUS™ oder ProgressiveGel Ultima™ – sorgt für eine formstabile, weiche Brust mit natürlicher Haptik und minimiert das Risiko von Gelwanderung oder Riss.
- Die kontrollierten, nanostrukturierten Oberflächen (z. B. SilkSurface® / VelvetSurface®), die ohne Salz- oder Zuckerkristalle hergestellt werden, reduzieren Gewebereaktionen, senken das Risiko für Komplikationen wie Kapselkontraktur oder Serome und unterstützen eine natürliche Integration ins Brustgewebe.
Implantataustausch und Haltbarkeit von Brustimplantaten
Brustimplantate können bei Bedarf auch ausgetauscht werden – sei es aufgrund natürlicher Veränderungen des Brustgewebes, nach vielen Jahren Tragezeit oder wenn Patientinnen sich ein anderes Volumen oder eine neue Implantatart wünschen. Moderne Implantate gelten als sehr langlebige Medizinprodukte, die häufig über viele Jahre problemlos im Körper verbleiben können. Ein routinemäßiger Austausch nach einer festen Anzahl von Jahren ist heute nicht mehr vorgesehen; entscheidend sind regelmäßige Kontrollen, die individuelle Anatomie und eventuelle Beschwerden.
Ausführlichere Informationen zu möglichen Gründen für einen Implantatwechsel sowie zum Ablauf dieses Eingriffs finden Sie im medizinischen Fachbereich zum Implantatwechsel. In meinen FAQs zur Haltbarkeit von Brustimplantaten erläutere ich zudem ausführlich, wie lange moderne Silikonimplantate in der Regel halten, welche individuellen Faktoren die Haltbarkeit beeinflussen und in welchen Situationen ein Austausch medizinisch sinnvoll sein kann.
Wie groß sollten Brustimplantate sein?
Als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist es mir besonders wichtig, dass das Ergebnis Ihrer Brustoperation harmonisch zu Ihrem Körper passt. Ein Implant wirkt nicht bei jeder Patientin gleich: Vielleicht ist Ihre Freundin zwanzig Kilo schwerer und zehn Zentimeter größer als Sie – dadurch wirkt beispielsweise ein 300-Gramm-Silikonimplantat bei ihr vollkommen anders. Jede Frau bringt eine individuelle Ausgangssituation mit, denn die Strukturierung der Weichteile, die Verteilung von Brustdrüse, Fettgewebe und die Stabilität des Brustmuskels unterscheiden sich erheblich.
Bei der Planung berücksichtige ich objektive anatomische Faktoren wie Ihre Hautbeschaffenheit, die vorhandene Hautmenge, die Breite des Brustkorbs, eine mögliche Asymmetrie und das aktuelle Brustvolumen. Auch die Frage, ob das Implantat unter oder über dem Brustmuskel platziert wird, hängt von diesen Gegebenheiten ab. Entscheidend ist, dass die Proportionen sowie die Passform des Implantats im richtigen Verhältnis zu Ihrer Brustanatomie stehen. Nur so entsteht ein natürlich wirkendes Ergebnis – auch im ausgezogenen Zustand – unabhängig davon, ob das ausgewählte Implant ein kohäsives Silikongel als Füllmaterial besitzt oder über eine moderne Silikonhülle verfügt.
Warum es sinnvoll ist, auf zu große Brustimplantate zu verzichten
Sehr große Implantate können zwar auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, führen jedoch häufig nicht zu einem ästhetisch stimmigen Ergebnis. Zu voluminöse Silikonimplantate zeichnen sich insbesondere im Bereich des Dekolletés stark ab und wirken unnatürlich. Zudem steigt das Risiko, dass die Brust durch die Schwerkraft schneller absinkt, wenn das Weichgewebe das Gewicht nicht ausreichend stützen kann. Auch Komplikationen wie Verhärtungen, ausgeprägte Narben oder eine spätere Asymmetrie können wahrscheinlicher werden. Als Medizinprodukt müssen Implantate sicher, stabil und langfristig verträglich sein – und das ist bei übergroßen Varianten oft nicht optimal gewährleistet.
Wie die optimale Implantatgröße berechnet wird
Als Faustregel gilt, dass Patientinnen mit normaler Figur und ausreichendem Eigengewebe eine Brustvergrößerung um maximal zwei BH-Größen empfohlen wird. Ein besonders natürliches Brustbild entsteht dann, wenn künstliches Volumen und eigenes Brustgewebe in einer ausgewogenen Relation stehen – idealerweise etwa zu gleichen Anteilen. Auf dieser Grundlage empfehle ich meinen Patientinnen jene Implantatgröße und jenes Implantatmodell, das ästhetisch, medizinisch und sicherheitstechnisch am besten zu ihrem Körper passt.
Ihre persönlichen Wünsche stehen selbstverständlich immer im Mittelpunkt der Beratung. Mein Ziel ist ein ästhetisches, sicheres und langfristig stabiles Ergebnis, das Sie in meiner Klinik mit einem guten Gefühl begleitet. Mehr Informationen sowie eine Anleitung zur Bestimmung Ihrer perfekten Brustgröße finden Sie hier: https://www.drpatrickbauer.de/brustvergroesserung-koerbchengroesse-bestimmen/



