Kapselfibrose Brust: Symptome und Behandlung

Kapselfibrose Brust: Symptome und Behandlung

Dr. med. Patrick Bauer operiert als Spezialist in Deutschland ausschließlich Brüste

OP-Dauer
ca. 1–2 Stunden

Narben
je nach Schnitttechnik, verblassen deutlich

Ausfallzeit
2 Wochen Schonung

Ergebnis
langfristig stabil

Eine Kapselfibrose gehört zu den bekanntesten Komplikationen nach einer Brustvergrößerung. Im Folgenden erfahren Sie, welche Symptome auftreten können und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Was ist eine Kapselfibrose?

Als Kapselfibrose wird in der Medizin eine kapselartige Verhärtung der Narbe um das Implantat bezeichnet, die auch Schmerzen verursachen kann und beim Tasten an festes Bindegewebe erinnert. Sie entsteht dadurch, dass rund um das eingesetzte Brustimplantat eine Hülle aus mehr oder weniger festem Narbengewebe entsteht. Für die Entstehung einer Kapselfibrose können Entzündungen verantwortlich sein, die von Bakterien auf dem eingepflanzten Brustimplantat ausgelöst werden (Immunreaktion). In der Medizin werden aber auch Nachblutungen, Bestrahlungen im Zusammenhang mit Brustrekonstruktionen und weitere Auslöser diskutiert. Die genaue Ursache ist ungeklärt. Auch Unterschiede in der Implantatoberfläche werden als möglichen Faktor diskutiert.

Das Wichtigste im Überblick

  • Was? Kapselfibrose ist eine Verhärtung um das Brustimplantat, die nach einer Brustvergrößerung auftreten kann.

  • Symptome: tastbare Knubbel, Spannungsgefühle, Veränderungen der Brustform.

  • Schweregrad: Die Stadien der Kapselfibrose werden in vier Stufen nach Baker I–IV (leichte bis schwere Ausprägung) eingeteilt.

  • Ursachen: Körperreaktion auf das Implantat, Implantatoberfläche, selten bakterielle Infektionen.

  • Behandlung: frühe Stadien können konservativ behandelt werden; fortgeschrittene Kapselfibrose erfordert meist eine Operation mit Kapselentfernung oder Implantatwechsel.

  • Risikominimierung: sorgfältige OP-Technik, hochwertige Implantate und regelmäßige Nachsorge.

Symptome – Wie erkennen Sie eine Kapselfibrose und was können Sie tun?

Eine Kapselfibrose entsteht, wenn sich die natürliche Bindegewebsschicht, die sich um jedes Implantat bildet, krankhaft verhärtet oder zusammenzieht. Dieser Prozess kann sehr individuell verlaufen: Einige Patientinnen bemerken lange Zeit keinerlei Veränderungen, während andere bereits früh erste Beschwerden wie z.B. Schmerzen verspüren. Um die Schwere des Befundes besser einordnen zu können, wird die Kapselfibrose in vier klinische Schweregrade eingeteilt.

Grad 1
In dieser frühen Phase fällt die Kapselfibrose meist nur bei bildgebenden Untersuchungen wie Ultraschall auf. Die Brust fühlt sich äußerlich normal an, aber im Inneren beginnt sich die Kapsel um das Brustimplantat zu verdicken. Dies ist oft ein zufälliger Befund und hat für die Patientin meist noch keine funktionellen Einschränkungen.

Grad 2
Hier kommt es zu einem zunehmenden Spannungs- oder Druckgefühl in der Brust. Manche Patientinnen berichten von einem leichten Ziehen, das vor allem bei Bewegung des Brustmuskels stärker empfunden wird. Die Brust kann sich zudem etwas fester anfühlen. In dieser Phase ist die Kapsel bereits stärker organisiert und beginnt, auf das Implantat einzuwirken.

Grad 3
Die Brust zeigt nun deutlichere Veränderungen: Durch die zunehmende Kontraktion der Kapsel kommt es zu einer sichtbaren und gut tastbaren Verhärtung. Die Beschwerden werden stärker, und viele Patientinnen bemerken eine Veränderung der Brustform. Dies ist häufig der Beginn einer klinisch relevanten Kapselkontraktur, die zu Einschränkungen im Alltag führen kann.

Grad 4
Die Kapsel ist stark zusammengezogen und übt erheblichen Druck auf das Implantat und das umliegende Brustgewebe aus. Schmerzen, Formveränderungen oder sichtbare Asymmetrien sind typische Anzeichen. In dieser Phase ist meistens ein operatives Vorgehen – etwa ein Brustimplantatwechsel, eine Kapsulektomie oder Implantatentfernung – medizinisch angeraten, um Komplikationen zu vermeiden.

Die Brust besteht aus Drüsengewebe, Fett, Bindegewebe und Muskeln, die zusammen Form, Stabilität und Funktion geben. Rund um ein Implantat bildet der Körper eine natürliche Kapsel aus Bindegewebe. Bei einer Kapselfibrose verhärtet diese Schutzhülle, was Spannungsgefühle, Schmerzen oder sichtbare Veränderungen der Brust zur Folge haben kann.

In meiner Beratung kläre ich Sie umfassend auf – auch darüber, wie groß ein Brustimplantat sein sollte, welche Risiken bestehen und welche Rolle Faktoren wie Implantatoberfläche oder die Alternative mit Eigenfett spielen können. Im Nachgang dürfen Sie mich natürlich gerne jederzeit kontaktieren.

– Dr. med. Patrick Bauer
operiert als Plastischer Chirurg in Deutschland ausschließlich Brüste.

Verhärtung der Narbe um das Implantat

Sollten Sie oder Ihr Hausarzt eine solche Veränderung bei sich feststellen, kommen Sie am besten umgehend in meine Facharzt Praxis für Ästhetische Chirurgie in München. Ich führe dann persönlich die Befunderhebung fachkundig durch und prüfe die Kapselbildung. Sollte der Befund ergeben, dass das vorhandene Brustimplantat zur Beseitigung der Kapselfibrose gegen ein neues Implantat ausgetauscht werden muss, stehe ich Ihnen als erfahrener Brustchirurg für einen Implantatwechsel zur Verfügung.

Sie können selbstverständlich jederzeit ein persönliches Beratungsgespräch in meiner Praxis vereinbaren, um sich in diesem von mir umfassend aufklären und all Ihre Fragen beantworten zu lassen.

Was verringert das Risiko einer Kapselfibrose?

Das Risiko für die Entwicklung einer Kapselfibrose lässt sich durch eine Kombination aus sorgfältiger chirurgischer Technik, hochwertigen Materialien und angepasster Nachsorge deutlich reduzieren. Obwohl eine Kapselfibrose nie zu 100 % ausgeschlossen werden kann, zeigen Studien und klinische Erfahrung, dass verschiedene Risikofaktoren einen wesentlichen Einfluss haben:

motiva implantat in hand

1. Auswahl eines geeigneten Implantats

Die Eigenschaften des verwendeten Implantats spielen eine wichtige Rolle. Die Implantatoberfläche (glatt oder texturiert) und die Füllung können das individuelle Risiko beeinflussen. Moderne, qualitativ hochwertige Brustimplantate weisen geringere Komplikationsraten auf, da sie stabilere Materialien besitzen und besser mit dem umliegenden Brustgewebe (Bindegewebsschicht) interagieren. Ich nutze in meiner Praxis für Ästhetische Brustchirurgie Motiva Silikonimplantate, die aufgrund ihrer innovativen Oberflächentechnologie („SilkSurface“) in klinischen Auswertungen eine Kapselfibrose-Wahrscheinlichkeit von unter 1 % zeigen. Diese spezielle Oberfläche wurde entwickelt, um Entzündungsreaktionen zu minimieren und dadurch die Bildung einer problematischen Kapsel zu reduzieren.

2. Optimale Positionierung des Implantats

Die Lage des Implantats – ob über oder unter dem Brustmuskel – kann sich minimal auf die Entstehung der Kapsel auswirken. Bei manchen Patientinnen ist eine teilweise Untertunnelung unter dem Brustmuskel („Dual Plane“) sinnvoll, da diese Position statistisch seltener zu einer starken Kapselkontraktur führt.

3. Aseptische Operationstechnik

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die konsequente Minimierung von Keimkontakt. Jede bakterielle Verunreinigung kann zu einer stillen Entzündung führen, die später eine Kapselfibrose begünstigt.
Dazu gehören:

  • sterile OP-Bedingungen
  • atraumatische Präparation des Gewebes
  • Implantat­einführung über spezielle Schutzhüllen
  • Vermeidung von Kontakt mit der Haut oder dem

4. Vermeidung von Nachblutungen und Flüssigkeitsansammlungen

Chirurgisch präzises Arbeiten reduziert Hämatome und Serome. Solche Flüssigkeitsansammlungen können das Risiko einer Entzündungsreaktion erhöhen und so die Entstehung einer Kapselfibrose begünstigen.

5. Individuell abgestimmte Implantatwahl

Die Größe und Form eines Implantats sollten genau zur Anatomie der Patientin passen. Zu große Implantate erzeugen unnötigen Spannungsdruck auf das umliegende Gewebe – ein Faktor, der später Beschwerden und Verhärtungen fördern kann.

6. Alternative Behandlungsverfahren prüfen

Für geeignete Patientinnen kann eine Brustkorrektur mit Eigenfett eine Alternative darstellen. Da hierbei kein Fremdkörper eingesetzt wird, entfällt das Risiko für eine Implantat-induzierte Kapselfibrose vollständig.

7. Konsequente Nachsorge

Regelmäßige Kontrollen, Schonung in der frühen Heilungsphase und das Einhalten der ärztlichen Empfehlungen tragen entscheidend dazu bei, Komplikationen früh zu erkennen und zu verhindern.

brustvergroesserung eigenfett beratungsgespraech

Dr. med. Patrick Bauer – Ihre Adresse für ästhetische Brustchirurgie in München

Als einer der wenigen ausschließlich auf die weibliche Brust spezialisierten Fachärzte Deutschlands steht Dr. med. Patrick Bauer für Erfahrung, Präzision und natürliche Ergebnisse. In seiner modernen Praxis in München-Bogenhausen profitieren Patientinnen von:

  • über 25 Jahren chirurgischer Erfahrung
  • individueller, ehrlicher Beratung
  • modernsten Operationsmethoden und 3D-Planung
  • einem persönlichen Arzt-Patientinnen-Kontakt – von der Erstberatung bis zur Nachsorge

Wie lässt sich eine Kapselfibrose behandeln?

Die Behandlung einer Kapselfibrose richtet sich nach dem jeweiligen Schweregrad, den vorhandenen Beschwerden und den individuellen anatomischen Voraussetzungen der Patientin. Grundsätzlich wird zwischen konservativen und operativen Behandlungsoptionen unterschieden, wobei die Operation in den meisten Fällen die effektivste und langfristig erfolgreichste Methode darstellt.

1. Konservative Maßnahmen

In frühen Stadien (Phase 1–2) können nichtoperative Verfahren erwogen werden. Dazu zählen:

  • entzündungshemmende Medikamente
  • Ultraschall- oder Stoßwellentherapie
  • manuelle Massagen (je nach Art des Implantats nicht immer empfohlen)

Diese Methoden können Symptome lindern, wirken jedoch nur begrenzt auf die eigentliche Kapselbildung. Daher sind sie vor allem unterstützend oder als Überbrückung sinnvoll.

2. Operative Behandlung

Sobald die Kapselfibrose in Phase 3 oder 4 übergeht oder die Patientin deutliche Beschwerden hat, ist meist ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Dieser verfolgt das Ziel, das verhärtete Kapselgewebe zu entfernen und Komplikationen zu verhindern.

a) Teilentfernung der Kapsel (partielle Kapsulektomie)
Hierbei wird nur der verhärtete Teil der Kapsel gelöst oder entfernt, während weniger betroffene Bereiche im Körper verbleiben. Dies kann bei milden Formen ausreichend sein.

b) Vollständige Kapselentfernung – die vollständige Kapsulektomie
Bei fortgeschrittener Kapselkontraktur ist die vollständige Entfernung der verhärteten Kapsel erforderlich. Dabei wird das gesamte Narbengewebe, das sich um das Implantat gebildet hat, sorgfältig entfernt, um dem umliegenden Brustgewebe wieder mehr Beweglichkeit und Flexibilität zu ermöglichen.

c) Brustimplantatwechsel
In vielen Fällen wird im selben Eingriff ein Brustimplantatwechsel durchgeführt. Dabei wird das alte Implantat entfernt und ein neues Implantat eingesetzt – oft mit einer veränderten Lage (z. B. Wechsel unter den Brustmuskel) oder einer anderen Implantatoberfläche, um ein erneutes Risiko zu reduzieren.

d) Implantatentfernung
Wenn die Patientin kein weiteres Implantat wünscht oder wenn medizinische Gründe dagegen sprechen, kann eine vollständige Implantatentfernung vorgenommen werden. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Brust mit Eigenfett aufzubauen, um Form und Volumen harmonisch zu rekonstruieren. Das körpereigene Fettgewebe bietet dabei den Vorteil, dass keine Fremdkörperreaktionen entstehen.

Ohne Skalpell schonend operieren

Genau wie bei einer Brustvergrößerung in München führe ich auch diesen operativen Eingriff nicht mit dem Skalpell durch, sondern verwende ein Hochfrequenz-Elektro-Koagulationsgerät. Dieses, mit einem Lasersystem vergleichbare Verfahren stillt die Blutung bereits während dem Schneiden. Auf diese Weise schädigt der Eingriff das Gewebe nur minimal und Sie erholen sich nach der Operation merklich schneller.

Kapselfibrose OP: Nach der Operation

Durch die schonende Operationstechnik sind keine langen Erholungsphasen notwendig. Bereits nach 14 Tagen können wieder leichten sportlichen Aktivitäten nachgehen, z. B. lockerem Joggen. Wieder stärker belasten können Sie Ihren Körper dann bereits nach 6 Wochen. Während dieser Zeit werden spezielle Klammerpflaster eingesetzt, die Sie selbst alle 2 Wochen wechseln können. Anschließend brauchen Sie lediglich noch ein einfaches Narben-Gel zu benutzen, um die Narbe zu pflegen. Auf diese Weise ist Ihnen eine schöne, unauffällige Narbe sicher.

Dr. med. Patrick Bauer Spezialist für Brust-OPs

Dr. med. Patrick Bauer

operiert als Plastischer Chirurg in Deutschland ausschließlich Brüste.

Wussten Sie schon?

Sie können sich gegen Kapselfibrose versichern:

Neben meiner medizinischen Kompetenz begleite ich Sie auch bei allen organisatorischen Fragen rund um Ihre Behandlung. Da eine Kapselfibrose – und die damit verbundenen Korrektureingriffe – mitunter hohe Kosten verursachen kann, ist eine frühzeitige Absicherung sinnvoll.

Um Sie vor finanziellen Belastungen zu schützen, berate ich Sie bereits im Vorfeld zu geeigneten Versicherungsmodellen und unterstütze Sie bei der Auswahl der passenden Folgekostenversicherungen. Diese speziellen Policen für Brust-OPs im ästhetischen Bereich können mögliche Nachbehandlungskosten, einschließlich der Therapie einer Kapselfibrose, abdecken.

Gerne beantworte ich Ihnen alle weiteren Fragen dazu im persönlichen Gespräch.

FAQ zur Kapselfibrose OP

Eine Kapselfibrose kann nach einer Brustvergrößerung mit Implantat entstehen, wenn der Körper als Reaktion auf den Fremdkörper eine verhärtete Kapsel bildet. Nach Baker (I–IV) zeigen sich zunächst tastbare Knubbel, Falten und Spannungsgefühle. Im Verlauf treten deutliche Verformungen der Brust und Asymmetrie auf; im Stadium IV zusätzlich Schmerzen.

Frühe Hinweise sind Knubbel, Spannungsgefühle und sichtbare Falten, besonders bei schlanken Frauen. Später folgen zunehmende Verhärtungen, Verformungen und Schmerzen. Eine sichere Diagnose stellt ein erfahrener Arzt bzw. Experte in der Brustchirurgie.

Die empfohlene Therapie ist die vollständige Entfernung der Kapsel samt Implantat. Eine reine Kapsulotomie wird wegen höherer Raten an Rückfällen selten angewendet. Entscheidend sind eine präzise operative Technik und der Erfahrung des Chirurgen. Häufig erfolgt anschließend ein Implantatwechsel, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.

Bei ersten Anzeichen sollte eine spezialisierte Klinik bzw. ein Experte aufgesucht werden. Bestätigt sich der Verdacht, ist eine Korrekturoperation notwendig. Im Beratungsgespräch werden individuelle Wünsche und der Ablauf besprochen.

Sie kann Monate bis Jahre nach der Brustvergrößerung auftreten. Häufige Auslöser sind minderwertige Implantate, bakterielle Verunreinigungen, Infektionen oder genetische Veranlagung. Es handelt sich um eine verstärkte Reaktion des Körpers auf den Fremdkörper.

Die Kosten liegen meist über denen der Erstoperation und variieren je nachdem, ob nur entfernt oder ein Implantatwechsel durchgeführt wird. Die genaue Summe wird im Beratungsgespräch in der Klinik ermittelt.