OP-Dauer
ca. 1–2 Stunden
Narben
je nach Schnitttechnik, verblassen deutlich
Ausfallzeit
2 Wochen Schonung
Ergebnis
langfristig stabil
Eine Kapselfibrose gehört zu den bekanntesten Komplikationen nach einer Brustvergrößerung. Im Folgenden erfahren Sie, welche Symptome auftreten können und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Was ist eine Kapselfibrose?
Als Kapselfibrose wird in der Medizin eine kapselartige Verhärtung der Narbe um das Implantat bezeichnet, die auch Schmerzen verursachen kann und beim Tasten an festes Bindegewebe erinnert. Sie entsteht dadurch, dass rund um das eingesetzte Brustimplantat eine Hülle aus mehr oder weniger festem Narbengewebe entsteht. Für die Entstehung einer Kapselfibrose können Entzündungen verantwortlich sein, die von Bakterien auf dem eingepflanzten Brustimplantat ausgelöst werden (Immunreaktion). In der Medizin werden aber auch Nachblutungen, Bestrahlungen im Zusammenhang mit Brustrekonstruktionen und weitere Auslöser diskutiert. Die genaue Ursache ist ungeklärt. Auch Unterschiede in der Implantatoberfläche werden als möglichen Faktor diskutiert.
Symptome – Wie erkennen Sie eine Kapselfibrose und was können Sie tun?
Eine Kapselfibrose entsteht, wenn sich die natürliche Bindegewebsschicht, die sich um jedes Implantat bildet, krankhaft verhärtet oder zusammenzieht. Dieser Prozess kann sehr individuell verlaufen: Einige Patientinnen bemerken lange Zeit keinerlei Veränderungen, während andere bereits früh erste Beschwerden wie z.B. Schmerzen verspüren. Um die Schwere des Befundes besser einordnen zu können, wird die Kapselfibrose in vier klinische Schweregrade eingeteilt.
Die Brust besteht aus Drüsengewebe, Fett, Bindegewebe und Muskeln, die zusammen Form, Stabilität und Funktion geben. Rund um ein Implantat bildet der Körper eine natürliche Kapsel aus Bindegewebe. Bei einer Kapselfibrose verhärtet diese Schutzhülle, was Spannungsgefühle, Schmerzen oder sichtbare Veränderungen der Brust zur Folge haben kann.
In meiner Beratung kläre ich Sie umfassend auf – auch darüber, wie groß ein Brustimplantat sein sollte, welche Risiken bestehen und welche Rolle Faktoren wie Implantatoberfläche oder die Alternative mit Eigenfett spielen können. Im Nachgang dürfen Sie mich natürlich gerne jederzeit kontaktieren.
– Dr. med. Patrick Bauer
operiert als Plastischer Chirurg in Deutschland ausschließlich Brüste.
Was verringert das Risiko einer Kapselfibrose?
Das Risiko für die Entwicklung einer Kapselfibrose lässt sich durch eine Kombination aus sorgfältiger chirurgischer Technik, hochwertigen Materialien und angepasster Nachsorge deutlich reduzieren. Obwohl eine Kapselfibrose nie zu 100 % ausgeschlossen werden kann, zeigen Studien und klinische Erfahrung, dass verschiedene Risikofaktoren einen wesentlichen Einfluss haben:

1. Auswahl eines geeigneten Implantats
Die Eigenschaften des verwendeten Implantats spielen eine wichtige Rolle. Die Implantatoberfläche (glatt oder texturiert) und die Füllung können das individuelle Risiko beeinflussen. Moderne, qualitativ hochwertige Brustimplantate weisen geringere Komplikationsraten auf, da sie stabilere Materialien besitzen und besser mit dem umliegenden Brustgewebe (Bindegewebsschicht) interagieren. Ich nutze in meiner Praxis für Ästhetische Brustchirurgie Motiva Silikonimplantate, die aufgrund ihrer innovativen Oberflächentechnologie („SilkSurface“) in klinischen Auswertungen eine Kapselfibrose-Wahrscheinlichkeit von unter 1 % zeigen. Diese spezielle Oberfläche wurde entwickelt, um Entzündungsreaktionen zu minimieren und dadurch die Bildung einer problematischen Kapsel zu reduzieren.
2. Optimale Positionierung des Implantats
Die Lage des Implantats – ob über oder unter dem Brustmuskel – kann sich minimal auf die Entstehung der Kapsel auswirken. Bei manchen Patientinnen ist eine teilweise Untertunnelung unter dem Brustmuskel („Dual Plane“) sinnvoll, da diese Position statistisch seltener zu einer starken Kapselkontraktur führt.
3. Aseptische Operationstechnik
Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die konsequente Minimierung von Keimkontakt. Jede bakterielle Verunreinigung kann zu einer stillen Entzündung führen, die später eine Kapselfibrose begünstigt.
Dazu gehören:
- sterile OP-Bedingungen
- atraumatische Präparation des Gewebes
- Implantateinführung über spezielle Schutzhüllen
- Vermeidung von Kontakt mit der Haut oder dem
4. Vermeidung von Nachblutungen und Flüssigkeitsansammlungen
Chirurgisch präzises Arbeiten reduziert Hämatome und Serome. Solche Flüssigkeitsansammlungen können das Risiko einer Entzündungsreaktion erhöhen und so die Entstehung einer Kapselfibrose begünstigen.
5. Individuell abgestimmte Implantatwahl
Die Größe und Form eines Implantats sollten genau zur Anatomie der Patientin passen. Zu große Implantate erzeugen unnötigen Spannungsdruck auf das umliegende Gewebe – ein Faktor, der später Beschwerden und Verhärtungen fördern kann.
6. Alternative Behandlungsverfahren prüfen
Für geeignete Patientinnen kann eine Brustkorrektur mit Eigenfett eine Alternative darstellen. Da hierbei kein Fremdkörper eingesetzt wird, entfällt das Risiko für eine Implantat-induzierte Kapselfibrose vollständig.
7. Konsequente Nachsorge
Regelmäßige Kontrollen, Schonung in der frühen Heilungsphase und das Einhalten der ärztlichen Empfehlungen tragen entscheidend dazu bei, Komplikationen früh zu erkennen und zu verhindern.

Dr. med. Patrick Bauer – Ihre Adresse für ästhetische Brustchirurgie in München
Als einer der wenigen ausschließlich auf die weibliche Brust spezialisierten Fachärzte Deutschlands steht Dr. med. Patrick Bauer für Erfahrung, Präzision und natürliche Ergebnisse. In seiner modernen Praxis in München-Bogenhausen profitieren Patientinnen von:
Wie lässt sich eine Kapselfibrose behandeln?
Die Behandlung einer Kapselfibrose richtet sich nach dem jeweiligen Schweregrad, den vorhandenen Beschwerden und den individuellen anatomischen Voraussetzungen der Patientin. Grundsätzlich wird zwischen konservativen und operativen Behandlungsoptionen unterschieden, wobei die Operation in den meisten Fällen die effektivste und langfristig erfolgreichste Methode darstellt.
1. Konservative Maßnahmen
In frühen Stadien (Phase 1–2) können nichtoperative Verfahren erwogen werden. Dazu zählen:
- entzündungshemmende Medikamente
- Ultraschall- oder Stoßwellentherapie
- manuelle Massagen (je nach Art des Implantats nicht immer empfohlen)
Diese Methoden können Symptome lindern, wirken jedoch nur begrenzt auf die eigentliche Kapselbildung. Daher sind sie vor allem unterstützend oder als Überbrückung sinnvoll.
2. Operative Behandlung
Sobald die Kapselfibrose in Phase 3 oder 4 übergeht oder die Patientin deutliche Beschwerden hat, ist meist ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Dieser verfolgt das Ziel, das verhärtete Kapselgewebe zu entfernen und Komplikationen zu verhindern.
a) Teilentfernung der Kapsel (partielle Kapsulektomie)
Hierbei wird nur der verhärtete Teil der Kapsel gelöst oder entfernt, während weniger betroffene Bereiche im Körper verbleiben. Dies kann bei milden Formen ausreichend sein.
b) Vollständige Kapselentfernung – die vollständige Kapsulektomie
Bei fortgeschrittener Kapselkontraktur ist die vollständige Entfernung der verhärteten Kapsel erforderlich. Dabei wird das gesamte Narbengewebe, das sich um das Implantat gebildet hat, sorgfältig entfernt, um dem umliegenden Brustgewebe wieder mehr Beweglichkeit und Flexibilität zu ermöglichen.
c) Brustimplantatwechsel
In vielen Fällen wird im selben Eingriff ein Brustimplantatwechsel durchgeführt. Dabei wird das alte Implantat entfernt und ein neues Implantat eingesetzt – oft mit einer veränderten Lage (z. B. Wechsel unter den Brustmuskel) oder einer anderen Implantatoberfläche, um ein erneutes Risiko zu reduzieren.
d) Implantatentfernung
Wenn die Patientin kein weiteres Implantat wünscht oder wenn medizinische Gründe dagegen sprechen, kann eine vollständige Implantatentfernung vorgenommen werden. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Brust mit Eigenfett aufzubauen, um Form und Volumen harmonisch zu rekonstruieren. Das körpereigene Fettgewebe bietet dabei den Vorteil, dass keine Fremdkörperreaktionen entstehen.
Ohne Skalpell schonend operieren
Genau wie bei einer Brustvergrößerung in München führe ich auch diesen operativen Eingriff nicht mit dem Skalpell durch, sondern verwende ein Hochfrequenz-Elektro-Koagulationsgerät. Dieses, mit einem Lasersystem vergleichbare Verfahren stillt die Blutung bereits während dem Schneiden. Auf diese Weise schädigt der Eingriff das Gewebe nur minimal und Sie erholen sich nach der Operation merklich schneller.
Kapselfibrose OP: Nach der Operation
Durch die schonende Operationstechnik sind keine langen Erholungsphasen notwendig. Bereits nach 14 Tagen können wieder leichten sportlichen Aktivitäten nachgehen, z. B. lockerem Joggen. Wieder stärker belasten können Sie Ihren Körper dann bereits nach 6 Wochen. Während dieser Zeit werden spezielle Klammerpflaster eingesetzt, die Sie selbst alle 2 Wochen wechseln können. Anschließend brauchen Sie lediglich noch ein einfaches Narben-Gel zu benutzen, um die Narbe zu pflegen. Auf diese Weise ist Ihnen eine schöne, unauffällige Narbe sicher.



