In diesem Video erläutert Dr. Patrick Bauer, der bekannte Brust-Spezialist aus München, mit welchen besonderen Risiken eine Brustvergrößerung mit Implantaten verbunden sein kann. Eine mögliche Komplikation ist unter dem Namen Kapselfibrose bekannt.

Was versteht man unter einer Kapselfibrose?

Das Implantat, welches im Körper liegt, wird von einer Narbe umgeben. Zunächst ist es ganz natürlich, dass sich um den Fremdkörper, den das Implantat im Körper darstellt, eine weiche Kapsel aus zartem Narbengewebe bildet. Normalerweise ist dies Narbe, welche das Implantat umgibt elastisch und dünn und das Implantat kaum fühlbar. Reagiert der Körper jedoch stärker auf das Implantat, kann sich eine dickere, festere Kapsel bilden. Im schlimmsten Fall zieht sich diese zusammen,und eine Kapselfibrose bildet sich. Dann kommt es zu einer Lage- und Formveränderung des Implantates und eventuell auch der gesamten Brust.

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Es gibt vier Stufen einer Kapselfibrose, die „Baker-Stufen“ genannt werden.

Erste Stufe: ( Baker I )
Beim Abtasten der Brust spürt man eine leichte Verhärtung und Faltenbildung an der Implantatoberfläche. Eventuell ist diese auch auf dem Ultraschall sichtbar.

Zweite Stufe:(Baker II)
Die Verhärtungen sind etwas stärker. Die Implantatfalten nehmen zu und das Imlantat fühlt sich härter an

Dritte Stufe:(Baker III)
Eine feste, harte Kapsel entsteht. Die Brust deformiert sich äußerlich, ein Zeichen für das starke Zusammenziehen (Kontraktur). Diese Stufe ist manchmal mit leichten Schmerzen verbunden, welche oft zunächst bei Wetterumschwüngen zu spüren sind.

Vierte Stufe:(BakerIV)
Es kommt zur einer deutlichen Deformierung der Implantate und der äußerlichen Brustform, da die Kapsel sehr fest und zusammengezogen ist. Ist dieses Stadium stark fortgeschritten, besteht die Gefahr, dass das Implantat durch den starken Kapseldruck reißt. Oft bestehen dauerhaft leichte Schmerzen.

Wie oft kommt eine Kapselfibrose vor?

Das hängt vom Implantat und der länge der Operation ab.
Implantate mit einer rauhen, strukturierten Oberfläche, haben ein deutlich geringeres Risiko für eine Kapselfibrose welche im Weltdurchschnitt bei ca. 5-7 % liegt.
Implantate der neuesten Generation , welche auch Dr. Patrick Bauer verwendet, haben in den ersten Untersuchungsserien eine noch deutlich geringere Kapselfibrosenrate.
Dr. Patrick Bauer wird Sie während des Beratungsgespräches gerne darüber informieren.

Was tun bei einer Kapselfibrose?

Es ist jedoch möglich und in diesen Fällen sogar ratsam, das Implantat herauszunehmen und durch ein neues Implantat zu ersetzen. Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn der Chirurg auch die verhärtete Kapsel entfernt oder zumindest sternförmig einschneidet, damit das neue Implantat genügend Platz hat und die Brust sich danach wieder schön natürlich und weich anfühlt.

Haltbarkeit des Ergebnisses nach einer Brustoperation

Sie sollten sich außerdem darüber bewusst sein, dass das Resultat einer Brustoperation nicht lebenslang hält und der Verlauf des natürlichen Alterungsprozesses auch vom
jeweiligen Körper abhängt. Auch eine Bruststraffung hält nicht für immer, da die Schwerkraft weiter wirkt. Es ist also möglich, dass die Brustwarzen im Laufe der Jahre wieder weiter nach unten wandern, jedoch nie so weit wie vor der Bruststraffung. In diesen Fällen kann man ohne zusätzliche Narben eine Nachstraffung vornehmen

Weitere besondere Risiken bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten

Narbenbildung
Es ist sinnvoll, eine Nahttechnik zu verwenden, die innerhalb der Hautschicht verläuft (Intrakutannähte). Dadurch können die Narben bei einer bei einer Brustvergrösserung weitgehend unsichtbar und dezent gestaltet werden. Dr. Bauer verwendet Fäden, welche sich von selbst auflösen, das Ziehen von Fäden nach der Operation entfällt also.

Dehnungsstreifen
solche Dehnungsstreifen kommen nur in den Fällen vor wo man den Körper überfordert, also ein für das Körpergewebe viel zu großes Implantat wählt (z. B grösser 800 cc)

Rotation, Dislokation der Brustimplantate
In seltenen Fällen können sich Implantate entlang der Längs- oder Querachse verschieben.
Besonders auffällig ist das dann bei tropfenförmigen Implantaten. Das Risiko liegt bei ca. 5-10 %

Rippling des Implantats
Die sicht- und fühlbare Faltenbildung von Brustimplantaten wird Rippling genannt.

Double-Bubble-Phänomen
Unter diesem Phänomen versteht man die Doppelkonturierung der Brust nach einer Brustoperation. Dies kann nur vorkommen, wenn die ursprüngliche Unterbrustfalte operativ aufgelösst wurde. Dies ist dann notwendig, wenn die Patientin sich ein Implantat aussucht welches eigentlich für Ihren Körper / Ihre Brustanatomie zu gross ist. dies ist dann der Fall wenn der Durchmesser des Implantates den Durchmesser der eigenen Brustdrüse übersteigt.

Waterfall Deformity (Wasserfall-Deformierung)
Sonderform der Dislokation. Wenn vor einer Brustvergrösserung schon etwas Brustgewebe da war und dieses im Laufe der Zeit nach unten wandert, kommt es dann zu diesem Phänomen wenn das Implantat unter den Brustmuskel gelegt wurde. Von der Seite gesehen hat die Patientin dann also ansatzweise 4 Brüste. Deshalb sollte bei einer hängenden Brust oder einer bereits etwas schwereren Brust da Implantat auf den Brustmuskel gelegt werden damit es nicht zu diesem Wasserfall- Phänomen kommt.

Bottoming Out
Ein ästhetisches Problem, das vor allem bei schlanken Patientinnen mit kleinem Brustgewebe und geringer Weichteildeckung, bzw. schwacher Narbenbildung auftreten kann. Hier rutscht das Implantat nach unten durch und die Narbe liegt nicht mehr in der Unterbrustfalte.

Asymmetrie
Vorübergehend ist es möglich, dass die Brüste eine unterschiedlich starke Schwellung aufweisen. Nach Ablauf des Heilungsprozesses sollte sich diese Unterschiedlichkeit jedoch wieder ausgeglichen haben.

Symmastie
Als Symmastie bezeichnet man die äußerst seltene Annäherung der Brustimplantate an das Brustbein wodurch sich die Haut über dem Brustbein abhebt. Dies kann nur entstehen wenn die Implantate viel zu groß gewählt wurden.

Weitere Risiken

Auch nach Abschluss der Wundheilung können Flüssigkeitsansammlungen um das Implantat (Serome) auftreten, die aber in der Regel vom Körper wieder aufgenommen werden. Bei äußerer Gewalteinwirkung kann das das Implantat reißen. Das auslaufende Silikongel bleibt in der Regel in der Höhle, die durch die Bindegewebskapsel begrenzt ist.

Liegt das Implantat hinter dem Brustmuskel, ist nicht auszuschließen, dass sich die Brust bei Anspannung des Brustmuskels verformt. Besonders bei sehr schlanken Frauen können sich außerdem Falten des Implantates abzeichnen. Da silikongefüllte Implantate weitgehend strahlenundurchlässig sind, ist die Beurteilung einer Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) erschwert.

In Dr. Patrick Bauers Praxis in München profitieren Sie von der langjährigen Erfahrung des auf Brustoperationen spezialisierten Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Der prozentuale Anteil der betroffenen Frauen liegt bei etwa fünf Prozent. Inzwischen gibt es jedoch neuere Implantate, die Dr. Patrick Bauer in seiner Praxis in München verwendet. Damit konnte das Risiko einer Kapselfibrose auf circa 0,2 % verringert werden. Der Brustspezialist verwendet ausschließlich Implantate der Firma MOTIVA. Der Hersteller gibt eine lebenslange Garantie auf die Implantate und besitzt das CE-Gütesiegel.

Sie haben noch weitere Fragen?

Dann zögern Sie nicht und setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Es erwartet Sie eine persönliche, unverbindliche und vertrauliche Beratung, in der ich Ihnen sehr gerne all Ihre Fragen beantworte.